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Immobilienmarketing
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Claudia Gerri
Gründerin & Head of Design Women's Creative Studio
Grundrisse fürs Exposé: Vom Architektenplan zum Verkaufsgrundriss
Wie aus dem Architektenplan ein Grundriss wird, der verkauft.
Kein Element im Exposé wird so oft angesehen wie der Grundriss. Interessenten zoomen hinein, vergleichen Wohnungen, messen das Kinderzimmer nach und stellen sich vor, wo das Sofa steht. Beim Neubau ersetzt der Grundriss die Besichtigung. Umso erstaunlicher, wie oft Bauträger dafür einfach die Pläne des Architekten verwenden.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Architektenpläne für den Verkauf nicht taugen, was einen guten Verkaufsgrundriss ausmacht und worauf Sie achten sollten, wenn Sie Grundrisse für Ihr Neubauprojekt erstellen lassen.
Warum Architektenpläne nicht verkaufen
Architektenpläne sind für die Baustelle gemacht: für Statik, Gewerke und Genehmigung. Sie enthalten Maßketten, Achsen, Schraffuren und Kürzel, die ein Käufer nicht lesen kann und nicht lesen will. Für den Vertrieb fehlen dagegen genau die Dinge, die eine Kaufentscheidung tragen:
- ein schneller Überblick, wie groß die Wohnung ist und wie die Räume zueinander liegen
- ein Gefühl dafür, wie man dort wohnt
- die Lage der Wohnung im Gebäude und die Himmelsrichtung
- eine Gestaltung, die zur Projektmarke passt
Ein Verkaufsgrundriss übersetzt den Architektenplan in die Sprache des Käufers.
Was einen guten Verkaufsgrundriss ausmacht
1. Möblierung
Ein leerer Raum mit 14 m² sagt wenig. Mit Bett, Schrank und Schreibtisch versteht jeder sofort, ob das ein Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer oder ein Gästezimmer werden kann. Die Möblierung sollte realistisch sein: Möbel in echter Größe, keine Puppenhaus-Einrichtung, die Räume größer wirken lässt, als sie sind.
2. Wohnflächen pro Raum
Jeder Raum mit seiner Fläche, dazu die Gesamtwohnfläche gut sichtbar. Bei Balkonen, Loggien und Terrassen lohnt ein klarer Hinweis, wie sie angerechnet sind: Nach der Wohnflächenverordnung zählen sie in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte.
3. Himmelsrichtung und Lage im Gebäude
Ein Nordpfeil und eine kleine Übersicht, wo die Wohnung im Gebäude liegt. Abendsonne auf dem Balkon ist für viele Käufer ein Kaufargument, das man ohne Nordpfeil nicht erkennt.
4. Klarheit statt Details
Wände, Türen, Fenster, Möbel, Flächen. Alles andere lenkt ab. Technische Details gehören in die Baubeschreibung, nicht in den Verkaufsgrundriss.
5. Einheitlicher Look
Alle Grundrisse eines Projekts im selben Stil, mit denselben Farben, Schriften und Möbelsymbolen, passend zur Projektmarke. Das wirkt hochwertig und macht Wohnungen vergleichbar.
2D, 3D oder beides?
- 2D-Grundrisse sind das Fundament: präzise, gut vergleichbar, ideal für Exposé, Preisliste und Projekt-Website.
- 3D-Grundrisse zeigen die Wohnung schräg von oben mit Materialien und Licht. Sie wecken Emotionen und funktionieren besonders gut in Anzeigen und auf Social Media.
Für die meisten Neubauprojekte empfehlen wir 2D-Grundrisse für alle Einheiten und 3D-Grundrisse für die wichtigsten Wohnungstypen.
Wo Grundrisse im Vertrieb zum Einsatz kommen
Ein guter Grundriss wird einmal erstellt und dann überall genutzt:
- im Exposé und in der Verkaufsmappe
- auf der Projekt-Website in der Wohnungsübersicht, als Download pro Wohnung
- in Meta-Kampagnen, vor allem für Kapitalanleger, die über Fakten entscheiden
- im Beratungsgespräch, ausgedruckt oder auf dem Tablet
Worauf Bauträger achten sollten
- Flächen abgleichen: Die Wohnflächen im Verkaufsgrundriss müssen mit Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung und Kaufvertrag übereinstimmen. Abweichungen führen später zu Diskussionen.
- Hinweis auf Möblierung: Ein kurzer Vermerk, dass Möblierung und Darstellung beispielhaft sind, schützt vor Missverständnissen.
- Planstand dokumentieren: Ändert sich die Planung, müssen alle Grundrisse nachgezogen werden. Ein Datum oder Planstand auf jedem Grundriss hilft dem Vertrieb.
- Dateien für alle Kanäle: Druckdaten für das Exposé, optimierte Bilder für Website und Anzeigen.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zu Grundrissen für Neubauprojekte
Was braucht man, um Grundrisse erstellen zu lassen?
Die Architektenpläne der einzelnen Geschosse, idealerweise als PDF oder CAD-Datei, die Wohnflächenberechnung und die Information, wie die Wohnungen nummeriert sind. Daraus entstehen die Verkaufsgrundrisse für alle Einheiten.
Sollte jeder Grundriss möbliert sein?
Ja, für den Verkauf an Eigennutzer auf jeden Fall. Möblierte Grundrisse machen Raumgrößen greifbar. Für Kapitalanleger kann zusätzlich eine unmöblierte Variante mit allen Flächen sinnvoll sein.
Wie viele Grundrisse braucht ein Neubauprojekt?
Einen für jede Wohnung. Auch wenn sich Wohnungen in mehreren Geschossen ähneln, unterscheiden sie sich oft bei Balkon, Ausrichtung oder Fläche. Käufer wollen ihre Wohnung sehen, nicht eine ähnliche.
Grundrisse aus einer Hand
Wir bereiten Architektenpläne zu verkaufsfähigen Grundrissen auf, im Look Ihrer Projektmarke und abgestimmt auf Exposé, Bauschild und Projekt-Website. Mehr dazu auf unserer Seite Immobilienmarketing für Bauträger, oder vereinbaren Sie direkt ein kostenfreies Erstgespräch.

